Der Camino: Jakobsradweg:
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Kurzbeschreibung Jakobsradweg: (Seitenanfang) Die erste Etappe beginnt für uns in Pamplona. Das Hotel war vorgebucht, wir mussten es nur noch finden, Gepäck ausladen und schon geht es zur ersten Besichtigung. Wir essen in einem kleinen Restaurant im ersten Stock eines alten Hauses in der Caldereria San Augustin ein Drei-Gänge-Menue. Streckenlänge: 67,0 km
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Höhendiagramm: 1020 Höhenmeter
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Zeichenerklärung, Legende: -> Ort: zeigt die Entfernung zum nächsten Ort |
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(Seitenanfang) Entfernungen: -> Cizur Menor: 8,0 km, <- Pamplona: 0,0 km, ->O Ziel: 106,5 km, O<- Ausgangspunkt: 0,0 km Streckenführung: Tagesablauf:
Da gesellte sich in Form von Estephan - so nennen wir ihn einfach jetzt - ein rüstiger Rentner zu uns. Er wollte unser Problem kurzerhand regeln, scheiterte aber an den selben Zeitschienen wie wir.
Stolz zeigte er uns das mittelalterliche Pamplona, dann die Festungsanlagen. Mit Feuereifer kam dann der Stierkampf an die Reihe, die Ausgangsposition der jungen Stiere am Fluss und Erzählungen über die wagemutigen jungen Männer, die mit den Stieren durch die engen Gassen Pamplonas Richtung Arena rennen.
Pamplona ist doch schön? Er war richtig stolz auf seine wunderschöne Heimatstadt. Leider mussten wir uns von ihm trennen, weil wir um 12.00 Uhr das Zimmer im Hotel räumen mussten. Dann fuhren wir mit dem Mietwagen zum Flughafen, wo wir vom Auto aufs Fahrrad umsteigen. Die Räder kamen heil aus den Schachteln und waren in kurzer Zeit zusammengebaut; den Reifendruck stellten wir mit mitgebrachten CO2-Kapseln her, eine super Sache. Die Radtaschen hatten wir in einem zusammengeklappten Kleidersack transportiert und als Gepäck aufgegeben.
Dann ging es um 14.00 Uhr los. |
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(Seitenanfang) Entfernungen: -> Puente La Reina : 8,0 km, <- Pamplona: 0,0 km, ->O Ziel: 106,5 km, O<- Ausgangspunkt: 0,0 km Bei "Cizur Menor" fanden wir den gelb bezeichneten "Camino" und fuhren steil bergauf (das waren sicher über 14%) über ein paar Berge, bis wir am Kreisverkehr der Nationalstraße 111 eine kleine Straße parallel der Autobahn entdeckten, die ebenfalls den gelben Pfeil trug.
Meistens ist es für Radfahrer einfacher, nach gelben Pfeilen zu suchen, als nach der Muschel. Falls man nicht weiter weiß, hilft die freundliche Bevölkerung in Form "Gelber Engel" gerne weiter. Der Weg bleibt zunächst links der Autobahn und steigt leicht an, dann unterquert er die A12 und führt rechts der Fernstraße weiter, steigt aber immer steiler an.
Herrliche Landschaft im Angesicht der Pyrenäen Im Ort Astrain wollten wir natürlich die erste Kirche besichtigen, zudem ist der Halt auch eine verdiente Pause.
Nach dem Ort "Astrain" geht es auf der ehemaligen Nationalstraße weiter steil nach oben. Riesige Windräder stehen auf dem Haupthöhenzug, den die Autobahn in einem Tunnel unterquert. Gut 400 Höhenmeter geht es auf der wenig befahrenen ehemaligen Nationalstraße NA1110 bergauf, bevor wir den Pass "Alto del Perdon" erreichen. Durch den Bau der neuen Autobahn "verschwand" hier die Nationalstraße N111.
Nach der Passhöhe geht es wieder recht steil abwärts. Wir verpassten die Abfahrt und blieben auf der steil nach unten führenden Straße. In "Legarda" zweigten wir nach links ab und besichtigten die romanische Kirche "Parroquia de la Asuncion", eine Kirche aus dem 9. Jahrhundert, von der noch Teile erhalten sind.
Menschenleer, bis auf einen kleinen Jungen, der mit sich selbst Fussball spielt, gibt sich der Ortsplatz. Keine Bar, keine "Wirtschaft", der Ort ist zu klein, um solche Institutionen am Leben erhalten zu können. Es geht weiter auf der Straße in Richtung Puente La Reina. Dann kommt die mittelalterliche Stadt Puente La Reina in Sicht. Am Ortseingang steht die Skulptur eines Pilgers, vor der man sich natürlich fotografieren muss.
Hier in Puente La Reina vereinigen sich der französische und der aragonesische Jakobsweg. Das heißt, ab hier gibt es nur noch eine Wegführung des Jakobsweges (aber auch die hat noch verschiedenen Varianten). Wir halten zunächst am ersten Refugio und besorgen uns endlich den Pilgerausweis. Für einen Euro erhalten wir das begehrte Formular zum Sammeln der Stempel. Der erste Stempel ist gleich inklusive.
Nach einer Trinkpause machen wir uns auf den Weg zur Templerkirche "Ermita de Nuestra Senora de Eunate". Sie liegt gut 4 km abseits an der Straße nach "Eneriz".
Die Templerkirche Santa Maria de Eunate
Über die NA-601 fahren wir wieder an Obanos vorbei nach Puente La Reina. |
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(Seitenanfang) Entfernungen: -> Estella: 8,0 km, <- Cizur Menor: 0,0 km, ->O Ziel: 106,5 km, O<- Ausgangspunkt: 0,0 km Gleich am Anfang liegt in der Fußgängerzone die kleine Kirche "Iglesia del Crucifijo", die aus dem 12. Jahrhundert stammt.
Puente La Reina ist eine mittelalterliche Stadt mit vielen historischen Gebäuden. Zahlreiche Häuser sind mit steinernen Wappen früherer Generationen verziert und zeugen vom Reichtum seiner Bürger. Am Weg liegt auch die "Santiago Kirche", deren ebenfalls romanisches Portal äußerst sehenswert ist. Auch sie stammt aus dem 12. Jahrhundert, wurde aber im Inneren mehrfach umgestaltet. Die Ausstattung ist im barocken, überladenen Goldstil ausgeführt. Der Turm stammt aus der Renaissance.
Entlang der Hauptstraße erreichen Sie nun die Hauptattraktion des Ortes: Die Brücke der Königin! Dir Brücke wurde wahrscheinlich von der Königin Dona Mayor gestiftet und soll zur Verbesserung des Jakobsweges gebaut worden sein.
Sie verlassen "Puente La Reina" auf der "N111". Der weitere Weg führte uns nun mit starken Steigungen in Serpentinen in die Berge.
Danach wird die Landschaft wieder flacher und am Horizont sehen wir eine markante Kirche im Ort "Cirauqui". Eine romanische Kirche schmückt das historische Zentrum. Sehenswert ist eine römische Brücke.
Nach dem Ort geht es lange bergab ins Tal des "Rio Salado". So schön die Abfahrt ins Tals auch war, jetzt geht es nach der Überquerung des Flusses wieder bergauf nach "Lorca". Mit den Radtaschen empfinden wir den Anstieg richtig heftig, aber wir sind laut Karte ja bald da. Auf dem Scheitel des Berges haben wir eine sehr schöne Aussicht auf "Villatuerta", das am Talrand des "Rio Ega" liegt.
Eine schöne frühgotische Kirche beherrscht das Ortsbild.
Der Radweg folgt nun weiter der Straße und führt an Ginsterhecken entlang bergab in Serpentinen nach Estella. |
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(Seitenanfang) Entfernungen: ->Estella: 0,0 km, <- Puente La Reina: 0,0 km, ->O Ziel: 106,5 km, O<- Ausgangspunkt: 0,0 km Estella, so sagt man, sieht man erst wenn man dort ist. Dieses Sprichwort stimmt, denn es ist rundum von Bergen umgeben.
Der Palast der Könige von Navarra ziert das Stadtzentrum. Mit der Zeit zerfiel der Glanz der Stadt.
In Estella hatten wir eine Übernachtung per Internet gebucht, die sich aber gut 4 Kilometer weiter draußen als ein Hotel auf dem Berg entpuppte. Also fuhren wir durch Estella hindurch und gleich wieder steil bergan in Richtung "Ayegui". Als wir in Ayegui ankommen - es ist schon nach 20.00 Uhr - fragen wir Einheimische. Dort sieht man sich fragend an?! Ja, das Hotel ist dort oben auf dem Berg! Gut zwei Kilometer weg, 200 Höhenmeter weiter oben.Also nochmals in die Pedale treten und die letzten zwei Kilometer bergauf. Der erste "Fahrradtag" - es war eigentlich nur ein halber Tag, denn wir kamen am Flugplatz erst um 14.00 Uhr weg - war also rund 70 km lang und mit 1000 Höhenmetern gesegnet. Landschaftlich aber unheimlich reizvoll und beeindruckend. Ein bißchen wie die Toskana. |
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